Planungsbüro für Freiraum
Bärbel Gänzle
Dipl.-Ing. (FH)

° Behindertengärten
    Individuelle Erlebnisgärten für soziale Einrichtungen, -senioren- und
    behindertengerechten Gartenanlagen

.  Projektbeispiel
     * „ Modellgarten für Rollstuhlfahrer e.V." am
             Caritasheim in Schonstett,

   Diese individuelle Vorgehensweise entsprechend unserer Kozeption wurde z.B. erfolgreich mit engagierten
   Mitarbeitern und Bewohnern des Caritasheimes für Behinderte in Schonstett im Landkreis Rosenheim praktiziert.
   Mitarbeiter, Gemeindemitglieder und Bewohner gründeten den Verein „Modellgarten für Rollstuhlfahrer e. V.".
   In mehreren Besprechungen brachten auch die Bewohner des Heimes ihre Ideen und Wünsche zur Gestaltung mit ein.
   Im Mai 2001 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen.

   Warum brauchen Menschen Gärten?

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www.garten-therapie.de /garten/schonstett

° Friedhöfe
    Im Mittelalter nach der Christianisierung begann die Entwicklung des
    Friedhofes. Es wurde die Erdbestattung auf dem Kirchhof eingeführt.
    Heute unterstehen Friedhöfe den Gemeindeverwaltungen.
    Städtebauliche, funktionelle, wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte
    bestimmen neben einer dem Zeitgeist entsprechenden Symbolik die Friedhofgestaltung.
    Es soll die Ehrung der Verstorbenen und die Pflege des Andenkens mit Rücksicht der
    religiösen Orientierung aller Bevölkerungsgruppen innerhalb einer Gemeinde möglich sein.

Entwurfsplan - Behindertenstätte

. Projektbeispiele
    * Vorentwurfsplan „Friedhof am Niedweg" in Putzbrunn Landkreis München
    * Erweiterung der Urnengrabfelder, Friedhof Aising, Stadt Rosenheim

Konzept: Friedhof am Niedweg in Putzbrunn

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Erläuterung

Grundkonzept:

  Das Grundkonzept dieses Vorentwurfes beruht auf dem Thema
Kreis.
Der Kreis, der Kreislauf, die Kugel, das Runde ist in irgendeiner Form in allen Religionen und Philosophien enthalten.
Schon in vorchristlicher Zeit wurden Bäume und architektonische Elemente in kreisrunder Form in der Landschaft
und um Ansiedlungen als Schutz vor zerstörerischen Mächten errichtet. Es sind spirituelle Orte entstanden, die
Menschen anzogen, welche nach dem Sinn des Lebens suchten.

Friedhof

   Der Haupteingang befindet sich in der Mitte des langgestreckten Areals des zukünftigen Friedhofs. Hier steht die
Anordnung von
Gebäuden in Form eines Viertelkreises. Der daraus entstehende Innenhof bildet durch geradelaufende
Säulen zu Kreismittelpunkt hin und mit einer zusätzlichen
Urnenwand nach Südwest hin eine optisch abgeschlossene Einheit.
Der Innenhof ist teilweise mit einem Glasdach überdacht. Hier ist der Ort für den Tod, die Trauer, den Verlust und den
Abschied von Verstorbenen. Durch den Hof führt eine Wege- und Sichtachse in die beiderseits angrenzenden Freiräume.
   Der Trauernde muss durch verhältnismäßig enge Durchlässe zwischen Mauern hindurchschreiten. So kommt er - 
gleichsamdem Verstorbenen durch das Tor des Todes -  in neue Räume, in eine neue Dimension, in ein „Danach".

   Der
Wegverlauf ist formal, ohne dass ein einseitiger Eindruck eines traditionellen christlichen Friedhofes oder 
für andere Philosophien oder Glaubensrichtungen typische Architektur entstehen soll, symbolisiert etwas, das keinen
Anfang und kein Ende hat. Die Natur und das Leben ist ein fortlaufender Kreislauf von Werden und Vergehen.
Das Leben ist mit dem Tod und der Tod mit dem Leben verwoben. 

   Als
christliches Symbol trifft der Trauernde nach dem südwestlichen Durchgang auf die Steinkugel.
Diese soll für Gläubige den Grabstein des Höhlengrabs Christi darstellen, welcher bei der Auferstehung Christi
vom Grabeingang weggerollt war. Alle Wege sind Teil von Kreisen, die sich auch außerhalb des Friedhofgeländes
gedanklich fortsetzen.

   Nach Nordosten führt die Wegeachse zu
„Waldfriedhof" und durch den Mittelpunkt mehrerer Kreise. Die Bäume, welche
wohl weltweit das Leben symbolisieren, markieren die kreisrunden Wege und untersteichen die
Symbolkraft des Kreises.
Der Baumbestand wird soweit als möglich erhalten und wo erforderlich nachgepflanzt oder ergänzt werden.

   Insgesamt soll der neue Friedhof am Niedweg
ein sonniger, großzügig gestalteter und parkartiger Ort werden,
der auch zu einem Spaziergang einladen kann. Wenn der Bedarf nicht gegeben ist, müssen nicht alle Gräberfelder
wirklich belegt werden. Es ließen sich aus einzelnen Segmenten grüne Inseln für Erholungs-, Meditations- und Ruhesuchende
schaffen. Das Friedhofsgelände soll auch für die Lebenden ein Ort des inneren Friedens und ein Ort der Lebensfreude sein.   




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