Aus dem Bayerischen Naturschutzgesetze:
Vorwort
Angesichts der Gefährdungen, denen Natur und Landschaft durch vielfältige
Nutzungsansprüche ausgesetzt sind, ist Naturschutz zu einer der wichtigsten
gesellschaftspolitischen Aufgaben unserer Zeit für die Sicherung von Gegenwart und Zukunft geworden.
Naturschutz ist wesentliche Vorraussetzung für eine nachhaltige zukunftsfähige
Entwicklung, deren Notwendigkeit seit der Konferenz von Rio besonders deutlich geworden ist.

Als Landschaftsarchitektin stehe ich hinter den Zielen der Naturschutzgesetze des Bundes und Bayerns.

Ein paar Ausschnitte aus dem BayNatschG sollen hier den Sinn, Zweck und die
Notwendigkeit der Landschaftsplanung und der Naturschutz verdeutlichen.

                                                    Art.1
        Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege
(1)
Aus der Verantwortung des Menschen für die natürlichen Lebensgrundlagen sind
Natur und Landschaft auf Grund ihres eigenen Wertes und als Lebensgrundlage
des Menschen im besiedelten und unbesiedelten Bereich zu schützen, zu pflegen
und zu entwickeln.
Die Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege
Ergeben sich aus den §§ 1 und 2 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG).
(2)
Weitere Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege sind:
1.   Die biologische Vielfalt ist zu erhalten und zu entwickeln.
2.   Landschaftsteile, die für einen ausgewogenen Naturhaushalt erforderlich
      sind oder sich durch ihre Schönheit, Eigenart, Seltenheit oder ihren
      Erholungswert auszeichnen, sollen von einer Bebauung freigehalten werden.
3.   Die Bebauung soll sich Natur und Landschaft anpassen.
      Verkehrsanlagen und Versorgungsleitungen sollen landschaftsgerecht
      angelegt und gestaltet werden.
      Alleen sind soweit möglich zu schützen und zu erhalten sowie in geeigneten
      Fällen herzustellen.
4.   Bei der Unterhaltung und dem Ausbau von Gewässern sollen die
      Lebensräume für Pflanzen und Tiere gesichert werden.
5.   Die Lebensgemeinschaft und Lebensräume wildwachsender Pflanzen und
      wildlebender Tiere sind zu schützen.
6.   Die Lebensräume wildgewachsener Pflanzen und wildlebender Tiere sollen
      nach Lage, Größe und Beschaffenheit den Austausch zwischen verschiedenen
      Populationen von Tieren und Pflanzen und deren Ausbreitung gemäß ihren
      artspezifischen Bedürfnissen ermöglichen. Hierfür sind geeignete Teile von Natur
      und Landschaft zu erhalten, zu entwickeln oder in geeigneter Weise zu sichern.
      Sie bilden in Verbindung mit anderen ökologisch bedeutsamen Flächen und
      Strukturelementen Biotopverbundsysteme. Zur Verbesserung der ökologischen
      Kohärenz des europäischen Netzes besonderer Schutzgebiete „Natur 2000" sollen
      diese Lebensräume erhalten und gepflegt werden.
7.   Die bayerischen Alpen mit ihrer natürlichen Vielfalt an wildwachsenden Pflanzen-
      und wildlebenden Tierarten einschließlich ihrer Lebensräume sind als Landschaft
      von einzigartiger Schönheit in ihren Naturräumen von herausragender Bedeutung
      zu erhalten.
8.   Auwälder sind zu schützen, zu erhalten und, sowie erforderlich wiederherzustellen.
9.   Die natürliche oder naturnahe Bodenvegetation in Talauen ist zu erhalten,
      zu entwickeln und, soweit erforderlich, wiederherstellen.
10. Eine naturschutzbezogene Bildungsarbeit ist als wichtige Vorraussetzung für das
      Verständnis natürlicher Abläufe zu fördern.
11. Naturgüter sind so zu nutzen, dass sie nachhaltig zur Verfügung stehen, auch wenn
      sie erneuerbar sind.
      Nachhaltige Landnutzungssysteme sind anzustreben.

                                                         Art. 2
                    Allgemeine Verpflichtung zum Schutz der Natur

(2) Jeder hat nach seinen Möglichkeiten in Verantwortung für die natürlichen
      Lebensgrundlagen zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des
      Naturschutzes und der Landschaftspflege beizutragen und sich so zu verhalten,
      dass die Lebensgrundlagen für wildwachsenden Pflanzen und wildlebenden Tiere
      soweit wie möglich erhalten, nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar
      beeinträchtigt und gegebenenfalls wieder hergestellt werden.

° naturschutzfachliche Untersuchungen
   
. Projekte
        Förderverträge zwischen Naturschutzbehörden und landwirtschaftlichen Betrieben
        nach dem bayerischen Vertragsprogramm / abschließen / 1997 und 2001

° Planung von Ausgleichsmaßnahmen für Bauvorhaben

  . Projektbeispiele
          *
Maßnahmenplan für den Ausgleich zum Bau eines Einfamilienhauses in Westerndorfer Filze

       

Home